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DER NOTFALLORDNER – WARUM ER SO WICHTIG IST

Der Notfallordner, und warum er so wichtig ist

Ein Notfallordner ist keineswegs eine Frage des Alters.

Einen Notfallordner sollte jeder haben.

Alleine schon deshalb, weil uns jederzeit etwas passiernen könnte, Krankheit oder Unfall.

Dann müssen wichtige Dokumente und Informationen schnell verfügbar sein.

Ebenso profitieren auch junge Erwachsene davon, wenn alle wichtigen Dokumente geordnet sind.

In diesem Beitrag möchte ich aufzeigen:

  • was in den Notfallordner alles hinein gehört
  • wo er aufbewahrt werden sollte
  • und was sonst noch wichtig ist

In meiner Tätigkeit als ehrenamtliche Betreuerin habe ich auch schon viele Erfahrungen zu diesem Thema gesammelt.

Und ich möchte deshalb auch immer wieder darauf hinweisen, wie wichtig dieses Thema für jeden einzelnen von uns ist.

Was gehört rein in den Notfallordner?

Patientenverfügung und Vollmachten

Patientenverfügung, Vorsorgevollmachten und Betreuungsvollmachten.

Das fällt uns meistens zuerst ein, wenn wir an einen Notfallordner denken.

Gehört auch auf jeden Fall hinein.

Oft werden aber auch genau diese Dinge gerne erstmal zur Seite geschoben.

Man will sich eigentlich nicht damit beschäftigen.

Oder man denkt, das brauch ich ja sowieso erst, wenn ich alt bin.

Aber wie gesagt, wir können jederzeit beispielsweise durch einen Unfall in eine Situation kommen, in der genau diese Dinge wichtig sind.

Angehörige sind dann oft froh und dankbar, wenn sie gewisse Entscheidungen nicht selbst treffen müssen.

Sondern wissen, was denn der Wunsch des Betroffenen ist.

Also, dafür sollte man sich auf jeden Fall genügend Zeit nehmen und sich genau überlegen, was wir denn im Notfall wirklich möchten.

Formulare und Vordrucke können beim Bundesministerium für Justiz und Verbraucherschutz heruntergeladen werden.

Hier der Link dazu https://www.bmjv.de/DE/service/formulare/formulare_muster_node.html

Persönliche Daten

Dazu gehören:

  • Kopien von Ausweisdokumenten, Krankenversicherungskarte und Führerschein
  • Familienstammbuch mit Geburtsurkunde, Heiratsurkunde, etc.
  • Zeugnisse, Abschlussnachweise und Ähnliches

Genauso wie:

  • Medizinische Informationen, Medikamentenplan
  • Notfallkontakte in der Familie, bei Ärzten oder Arbeitgeber
  • Versicherungs und Rentenunterlagen (oder mindestens ein Hinweis darauf, wo diese zu finden sind)
  • Steuerunterlagen der letzten Jahre
  • eine Liste, der zu informierenden Personen im Todesfall
  • Wünsche zur eigenen Bestattung und Trauerfeier
  • Informationen zu Bestattungsvorsorge und Sterbegeldversicherung

Finanzielle Informationen

  • Nachweise über Bankkonten, Kreditkarten, Sparverträge, Bankschliessfach, Wertpapiere und Geldanlagen – inclusive Vollmachten
  • evt. Aufstellung von Vermögenswerten (vielleicht auch mit Bildern und/oder Zertifikaten)
  • Nachweis über Wohneigentum
  • oder andere Immobilien und Grundstücke

Weitere wichtige Dokumente

  • Testament – oder Hinweis, wo es hinterlegt ist. Auch hierfür sollte man sich unbedingt genügend Zeit nehmen
  • Liste mit Online-Verträgen und Zugangsdaten dazu
  • Liste mit sämtlichen Passwörtern oder Masterpasswort für einen Passwortmanager

Wo sollte der Notfallordner aufbewahrt werden?

Man sollte auf jeden Fall mit seinen Angehörigen über den Inhalt des Notfallordners sprechen.

Genauso wie es mindestens eine Person geben sollte, die weiß, wo der Notfallordner zu finden ist.

Der Notfallordner sollte sicher, und trotzdem leicht auffindbar aufbewahrt werden.

Es besteht auch die Möglichkeit, ein Duplikat bei einer Vertrauensperson zu hinterlegen.

Was sonst noch zu beachten ist

Ganz wichtig ist es, den Notfallordner regelmäßig zu kontrollieren und auf den neuesten Stand zu bringen.

Es können sich Kontodaten oder Passwörter ändern.

Verträge auslaufen oder Neue hinzukommen.

Vielleicht hat man auch seine Meinung bei einem Punkt in der Patientenverfügung geändert.

Das muss alles regelmäßig aktualisiert werden.

Ich persönlich trage mir dafür immer einen festen Tag im Kalender ein.

Jährlich am 1. November.

Da ist Feiertag und ich nehme mir die Zeit dafür.

Anschließend auch wieder die Vertrauensperson darüber updaten.

Man kann den Notfallordner auch digital anlegen und führen.

Dann kann man ihn in einer passwortgeschützten Cloud sichern.

Oder die Unterlagen in einem speziellen Portal wie Memoresa hinterlegen.

Hierbei ist ein Vorteil, dass ortsunabhängig auf die Daten zugegriffen werden kann.

Das kann auch sinnvoll sein, wenn die Angehörigen in einiger Entfernung wohnen.

Also, meine freundliche Aufforderung:

NOTFALLORDNER UNBEDINGT ANLEGEN – SO BALD WIE MÖGLICH

Wenn du Hilfe brauchst, melde dich gerne, damit ich dich dabei unterstützen kann.


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Passend zu diesem Thema sind auch meine beiden Berichte zum Thema Death Cleaning.

Du findest sie hier:

WAS GENAU BEDEUTET DEATH CLEANING ODER DÖSTÄDNING EIGENTLICH?

DEATH CLEANING – TEIL 2

Bring Ordnung in dein Zuhause,

und du bringst dein Leben in Ordnung.

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