Das Ordnungs-Projekt in meinem Zuhause
Wir alle erinnern uns sicher nur zu gut an die Corona-Zeit mit ihren Lockdowns zurück.
Ich habe mein persönliches Ordnungs-Projekt in genau dieser Zeit praktiziert.
Oder sagen wir besser mal, ich habe zu der Zeit damit begonnen.
Denn wie ich ja schon so oft erwähnt habe, ist dies ein Projekt, das einen längeren Zeitraum beansprucht.
Damals gab es mein Ordnungs-Business noch nicht.
Ich hatte bis dahin von dieser Ordnungsmethode noch nie gehört.
Ich war also angestellt und arbeitete stets vor Ort als kaufmännische Angestellte eines mittelständischen Industrie-Unternehmens.
In der Freizeit ging es mir dann aber ganz genauso wie allen anderen.
Das öffentliche Leben war weitestgehend lahmgelegt und wir verbrachten sehr viel Zeit in unseren eigenen 4 Wänden.
Ich bewohne mit meinem Mann eine Reihenhaus mit 150 m2 auf 3 Etagen plus Keller.
Bis vor wenigen Jahren haben auch noch unsere beiden Töchter hier mit uns gewohnt.
Nachdem beide ausgezogen waren, hatten wir schon ihre Zimmer umfunktioniert.
Das eine wurde unser gemeinsames Arbeitszimmer.
Das andere Zimmer wurde unser neues Schlafzimmer, das wir vom 3.Stock in den zweiten verlegten.
Ja und während dem Lockdown begann ich dann mit dem Ausmisten….
Darüber will ich dir hier gerne berichten.
Wie alles begann mit meinem Ordnungs-Projekt…
Wie schon erwähnt, es gab mein Ordnung-Business damals noch nicht.
Ich war noch keine zertifizierte Ordnungsexpertin so wie heute.
Genauso wenig hatte zu diesem Zeitpunkt eine Ahnung was Döstädning oder Death Cleaning ist.
In der Hinsicht war ich also eigentlich völlig ahnungslos.
Haha…
Da muss ich selbst gerade ein wenig schmuzeln.
Denn ich war ja schon immer sehr ordnungsaffin.
Deshalb hab ich wohl automatisch und ganz intuitiv vieles richtig gemacht.
In der Zeitung hatte ich zufällig eine Buchempfehlung zu einem Aufräumbuch gelesen.
Nämlich Mein Leben in 3 Kisten von Anne Weiss.
Das Buch habe ich mir besorgt.
Und es in kürzester Zeit durchgelesen.
Meine Bewertung zu diesem Buch kannst du hier nachlesen
DIE 3 BESTEN BÜCHER ÜBER DAS AUFRÄUMEN – UND WARUM ES SICH LOHNT, SIE ZU LESEN
Danach war klar, das will ich auch machen.
Ich starte mit dem Ausmisten
Ich habe mir dann noch Magic Cleaning von Marie Kondo besorgt.
Danach ging es los.
Mit einer Mischung aus beiden Büchern.
Bei Anne Weiss gefiel mir von Anfang an, der nachhaltige Gedanke, die Dinge sinnvoll weiterzugeben.
Bei Marie Kondo stapelten sich die blauen Müllsäcke.
Ich wusste, DAS will ich nicht.
Die ersten Schritte
Ich startete also mit dem Kleiderschrank.
Beziehungsweise mit meiner gesamten Kleidung.
Denn die war nicht nur im Kleiderschrank, sondern auch
- in Kommoden
- im Keller
- in einem zusätzlichen Schrank für die Saisonware
Dabei merkte ich sehr schnell:
Eigentlich besitze ich viel zu viel.
Ich brauche gar nicht so viel.
Am krassesten fiel mir das gleich zu Beginn bei meinen Socken auf.
Meine Güte – wer soll die denn jemals alle anziehen?
Also wurde hier zunächst mal rigoros ausgemistet.
Alle einzelnen wurden entsorgt.
Warum habe ich die denn überhaupt alle aufgehoben? fragte ich mich.
Alle, die schon mehr oder weniger durchglaufen waren wurden ebenfalls entsorgt.
Danach waren immer noch mehr als genug übrig.
Und mein Entschluss stand fest:
In der nächsten Zeit werden auf gar keinen Fall neue besorgt.
Es hat dann tatsächlich fast 2 Jahre gedauert, bis ich mir mal wieder neue besorgen musste.
Weil dann doch endlich der Bestand mal schrumpfte.
Der nächste „Schock“ waren meine Sportschuhe.
Ich mache zwar viel Sport.
Fitness in der Halle, Walking und Joggen im Freien, Wandern….
Aber auch hier gab es Überfluss.
Warum fragte ich mich.
Ich hatte wohl einfach immer wieder gekauft, wenn es irgendwo ein Schnäppchen gab, obwohl ich zu dem Zeitpunkt gar keine neuen Dinge brauchte.
Und so vermehrte sich der Bestand eben auch hier ständig.
Der nächste Beschluß war gefasst:
In Zukunft wird nur noch gekauft, wenn ich wirklich etwas Neues brauche.
Jetzt fing ich an, die überflüssigen Exemplare über Verkaufsportale zu verkaufen.
Und so ging es weiter mit den ganzen anderen Kleidungsstücken.
Ich besaß 3 Wanderjacken.
Wozu? Fragte ich mich.
Heute besitze ich nur noch eine einzige.
Das reicht.
Wenn diese ausgedient hat, darf eine neue kommen.
So fallen mir auch ganz viele Entscheidungen im täglichen Alltag leichter.
Wenn es keine Auswahl mehr gibt, gibt es auch nichts mehr lange zu überlegen.
Ich arbeitete mich Stück für Stück voran.
Und es machte mir unglaublichen Spaß.
Am Ende hatte ich so stark reduziert, dass ich meinen Kleiderschrank von 3 m auf nur noch 1 m verkleinern konnte.
Dazu noch eine Kommode mit Unterwäsche, Strümpfen und Sportbekleidung.
So ist das bis heute geblieben.
Ich vermisse nichts.
Jedes mal, wenn ich mir ein neues Teil anschaffe, muss dafür ein altes gehen.
Und genau so fällt es auch irrsinnig leicht, Ordnung zu halten.
Wie es dann weiterging
Bücher
Bei der Reihenfolge zum Ausmisten habe ich mich an Marie Kondo orientiert.
Auch bei mir kamen als nächstes die Bücher dran.
Das fiel mir nicht besonders schwer.
Ich habe auch hier nur wenige behalten.
Meine absoluten Lieblingsbücher.
Den Rest habe ich ebenfalls über Online-Portale verkauft.
Manche auch zum örtlichen Bücherschrank gebracht.
Dokumente
Bei den Dokumenten hat es dann schon ein bisschen länger gedauert.
Es gab so einiges in den Ordnern, das angesehen und durchgesehen werden musste.
Und es gab am Ende viel Papier zu schreddern…
Leergewordene Ordner habe ich verschenkt.
Hausrat und Diverses
Dann ging es weiter mit dem Hausrat.
Hier hab ich in der Küche begonnen.
Ich habe meinen Vorrat an Tupperware radikal reduziert.
Ich wollte sowieso nicht mehr so viel Plastik nutzen.
Also habe ich diesen Wechsel hier auch gleich vorgenommen.
Und viele Lebensmittel in (bereits vorhandene) Glasbehälter umgefüllt.
Ich habe Geschirr minimiert.
Genauso wie doppeltes und ungenutztes Küchenbesteck.
Nicht benutzte Küchengeräte losgelassen.
Dann war der Keller dran.
Hier habe ich die meisten Dinge gemeinsam mit meinem Mann entschieden.
Und auch hier haben sich nach und nach die Regale geleert.
Es wurden Regale sogar komplett abgebaut.
Im Wohnraum habe ich ganze Schränke aufgelöst und diese verkauft.
Unsere Mülltonne war regelmäßig voll und die nächste Leerung wurde sehnsüchtig erwartet.
Wie so viele andere Menschen, waren auch wir in dieser Zeit regelmäßig auf dem Wertstoffhof.
Dann ging es weiter mit Dekorationsgegenständen.
Hallelulja, was hatte ich für eine Menge an überflüssigem Kram.
Ich brachte fast wöchentlich Taschen und Kisten zum Sozialkaufhaus.
Vasen, Blumentöpfe, Kerzenständer und und und…..
Heute lasse ich diese Dinge überhaupt nicht mehr rein.
Ich besitze inzwischen nur noch ein sehr kleines Sortiment.
Dann kamen die CD´s und Schallplatten (ja, die hatten wir auch noch).
Da wir inzwischen Musik nur noch streamen, durfte hier auch alles gehen.
Spenden und verkaufen.
Auch Spielsachen und Gesellschaftsspiele, die nicht mehr gebraucht wurden, habe ich losgelassen.
Es fanden sich hier sogar noch original verpackte Sachen, die wir doppelt besaßen.
Ich habe meinen Modeschmuck aussortiert – massiv.
Und ich habe ein paar Echtschmuckstücke aus Gold, die ich nicht mehr tragen wollte, verkauft.
Da zu diesem Zeitpunkt der Goldpreis recht gut stand, bin ich fast vom Stuhl gekippt, was ich ich hier kassieren konnte.
Das war ein schönes Sümmchen im 3-stelligen Bereich.
Für ein paar Dinge, die sowieso nur ungenutzt in der Schatulle lagen.
Dieses Geld habe ich dann wiederum reinvestiert in eine Farb und Stilberatung.
Das war ein lang gehegter Wunsch.
Da sich leider immer wieder Fehlkäufe in meinem Kleiderschrank fanden.
Diese Investition hat sich wirklich gelohnt, denn seitdem kaufe ich nur noch hochwertige, langlebige und nachhaltige Kleidungsstücke, die zu meinem (Herbst)Typ passen und sich untereinander perfekt kombinieren lassen.
Ich habe Bettwäsche, Handtücher und Tischdecken ausgemistet und radikal minimiert.
Ganz zum Schluss habe ich mich um noch meine Hobbythek gekümmert.
Ich hatte ein riesiges Sortiment an Bastelsachen aus unterschiedlichen Bereichen.
Hier habe ich zwar nicht alles hergegeben, aber doch eine ganze Menge.
An Kindergärten, Betreungsorte, Begegnungsstätten, Seniorenheime und Vereine.
Wie lange hat das gedauert?
Wie ich ja auch meinen Kunden immer sage, so ein Ordnungs-Projekt ist keine Sache, die man einfach so nebenbei erledigt.
Ich kann zwar nicht mehr so ganz genau sagen, wie lange ich damit beschäftigt war, aber ganz sicher einige Monate.
Zwischen drin immer wieder die Sachen online zu stellen dauert Zeit.
Wenn es gekauft wird, muss es verpackt und versendet werden.
Die Spenden wegbringen, Gegenstände sortenrein entsorgen.
Alles muss erledigt werden.
Ich hätte diesen Bericht sehr gerne mit Bildern dokumentiert.
Vorher – Nachher.
Aber leider, leider habe ich keine Fotos dazu gemacht in dieser Zeit.
Ich wusste ja damals noch nicht, dass ich jemals darüber schreiben würde….
Mein Fazit
Ich habe also aus heutiger Sicht mein ganz eigenes Death Cleaning-Projekt praktiziert.
Ohne es zum damaligen Zeitpunkt zu wissen, bzw. diese Methode überhaupt gekannt zu haben.
Die ganze Aktion hat mir unglaublich viel Spaß gemacht.
Und bis heute sind meine Schränke nicht wieder voller geworden.
Es funktioniert.
Wenn weniger Stauraum vorhanden ist, dann lässt man auch nicht mehr so viel rein.
Ich würde mich nicht als komplette Minimalistin bezeichnen, aber ich habe schon massiv reduziert.
Ich kann also mit Sicherheit behaupten, ich spreche hier aus Erfahrung.
Wenn dich das anspricht und ich dich ein wenig animieren konnte, dann freut es mich natürlich.
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