DER GUTMÜTIGE
Im Besitz vom Gutmütigen befinden sich ganz oft Dinge, die ihm nicht einmal selbst gehören.
- das können z.B. Dinge sein, welche die bereits erwachsenen Kinder noch im „Nest“ zurück gelassen haben, obwohl sie schon seit Jahren nicht mehr zuhause wohnen.
- oder Freunde/Bekannte haben irgendwann mal nachgefragt, ob sie (vorrübergehend) etwas z.B. in Garage oder Schopf unterstellen können.
Hier kann es schon hilfreich sein, die Personen einfach darauf anzusprechen und um Abholung zu bitten.
Manch einer wird sich dann sogar dafür entschuldigen und auch zugeben, das hätte man schon längst vergessen.
Entweder werden diese Dinge dann zeitnah! abgeholt oder entsprechend entsorgt.
DER SAMMLER
Naja, wenn wir ehrlich sind, steckt in jedem von uns ein kleiner Sammler für irgendetwas.
Manche besitzen aber auch durchaus ganz schön wertvolle Sammlungen von irgendwelchen Dingen.
Wir müssen hier ein wenig unterscheiden, ob du tatsächlich jegliches Geschenkband, Kerzenstummel, Postkarte oder Rezept aufhebst, weil man es ja vielleicht irgendwann noch brauchen könnte.
Entweder kommt aber dieser Zeitpunkt nie, oder du weißt im entscheidenden Moment nicht mehr, wo du das Teil abgelegt hast.
Hierbei handelt es sich dann schon ein wenig um Horten.
Sprich, diese Dinge können alle entsorgt/ gespendet werden.
Oder du hast eine Sammlung von teuren, ausgefallenen Uhren, sogenannte Jahres-oder Sammeltassen oder eine Sammlung von Steiff-Plüschtieren.
Wenn du diese Sammlung pflegst und dich regelmäßig darum kümmerst, darf sie selbstverständlich bleiben.
Alles andere, wie schon gesagt braucht nur Platz, Pflege und Zeit.
DER TRÄUMER
Beim Träumer finden sich meist Massen von Reiseführern, Prospekten, Zeitschriften und Fotos.
Oft sogar noch Bücher und Unterlagen aus längst vergangenen Schul und Studienzeiten.
Der Träumer lebt stark in der Vergangenheit und erinnert sich gerne an Dinge, von denen er mal begeistert war.
Gleichzeitig lebt er aber auch in der Zukunft und träumt von diversen Reisen, wofür er diese Unterlagen ja dann brauchen würde.
Der Träumer sollte sich fragen, warum halte ich an diesen Dingen fest?
Und seinen Fokus viel mehr auf das Hier und Jetzt legen, anstatt ständig in der Vergangenheit oder Zukunft zu leben.
Dann bekommt er den Kopf frei und kann auch diese Dinge loslassen.
DER KÜNSTER
Beim Künster herrscht oft ein „kreatives Chaos“.
Wenn du ein echter Künstler bist, brauchst du gar nicht so viel zu tun, denn du weißt meist ganz genau, wo genau dieses eine Teil zu suchen ist.
Hier sollte man einfach mal prüfen, was ist kaputt oder unbrauchbar geworden, bzw. was doppelt vorhanden ist.
Das wird alles aussortiert.
Die anderen Dinge sollte man nach Kategorien sortieren.
In schöne Ordnungsboxen oder Kisten sortieren.
Diese dann ordentlich beschriften.
Dann sind die Sachen staubgeschützt und man hat eine gute Übersicht.
Das war´s : )
DER UNSICHERE
Der Unsichere hat ein wenigÄhnlichkeit mit dem Sammler.
Auch er hebt alles auf – für irgendwann.
Der Unsichere hat regelrecht Angst vorm wegschmeißen.
Oft sind es auch Menschen, die in ihrer Kindheit im Mangel aufgewachsen sind.
Hier geht es vor allem darum, die vorhandenen Dinge im Alltag auch regelmäßig zu benutzen.
Aslo das Tafelsilber und das gute Geschirr nicht nur zu Weihnachten rauszuholen, sondern sich an den schönen Dingen regelmäßig im Alltag zu erfreuen.
Genauso mit der „Sonntags-Kleidung“.
Bitte auch in der Woche anziehen!
Im nächsten Schritt wird alles aufgebraucht, was noch vorhanden ist, bevor neu eingekauft wird.
Das schützt gleichzeitig auch vor Frust, Vorrats- oder vermeintlichen Schnäppchenkäufen.
DER GEÜRÜFTE
Hier spreche ich von Menschen, die an den Sachen von Verstorbenen festhalten.
Hier gibt es sicher einige Dinge, die von großer Bedeutung für den Betroffenen sind, aber es sollte sich in der Menge nicht um mehr, als um einen Umzugskarton handeln.
Die wichtigsten Erinnerungen sind sowieso im Herzen.
Und wenn man die übrigen Dinge an Hilfsbedürftige weitergibt, wäre der Verstorbene in den meisten Fällen auch damit einverstanden gewesen.
Der Beschenkte wird sich auf jeden Fall freuen und die Sachen in Ehren halten.
Somit kommt die Freude wieder zu einem zurück!
DER VERZWEIFELTE
Hier sprechen wir von der Vorstufe zum Messie-Syndrom.
Im Gegensatz zum Messie ist sich der Verzweifelte jedoch durchaus bewusst über die Situation und hätte sehr gerne ein geordnetes Zuhause.
Häufig ist er durch Depression, Trennung oder Krankheit in diese Lage geraten und die Dinge sind ihm über den Kopf gewachsen.
Der Verzweifelte sollte sich auf jeden Fall Hilfe von einem Ordnungsexperten holen, der ihm auch im grössten Chaos offen und ehrlich Lösungsansätze an die Hand gibt, die dann auch Schritt für Schritt umgesetzt werden.
DER MESSIE
Hier muss ganz klar festgestellt werden:
Messietum ist eine Krankheit, die auf jeden Fall therapeutische Unterstützung benötigt, bevor überhaupt ein Ordnungscoach oder Familienangehörige ihre Unterstützung anbieten.
Denn die Betroffenen leiden unter der Trennung von Dingen und nicht unter ihrer Wohnsituation.
Für Messies und derene Angehörige gibt es bundesweit Anlaufstellen und Beratungsangebote.
DER STRUKTURIERTE
Ich glaube, hier gibt es nicht viel zu sagen.
Der Strukturierte schafft es problemlos ganz alleine dauerhaft eine übersichtliche Ordnung in seinen Haushalt zu bringen .
Er hat Freude am Aufräumen, Ausmisten und einer strukturierten Ordnung.
So wie ich ; -))
Bring Ordnung in dein Zuhause,
und du bringst dein Leben in Ordnung!